SOPHIE'S UNIVERSE BABY- & MAMA-BLOG

FÜR DICH. WERTVOLLE TIPPS RUND UM BABY-PFLEGE UND BABY-WELLNESS.

LIEBE MAMA,

BERUHIGE DEIN BABY MIT BERÜHRUNGEN UND STÄRKE EURE BINDUNG.

Noch versteht Dein Baby nicht, wenn du »Ich liebe Dich!« sagst. Aber was Dein Baby versteht und spürt, sind Deine Berührungen. Berührungen stärken Eure Bindung und geben Deinem Liebling die Wärme und das Vertrauen, das ohne die Geborgenheit in Deinem warmen Bauch nun auf einmal fehlt.

Als Mutter und erfahrene SPA-Direktorin habe ich mich ausführlich mit dem Thema Baby-Wellness beschäftigt und kenne sehr viele Methoden, die Dein Baby und damit gleichzeitig auch Dich entspannen. Berührungen sind dabei das Nonplusultra. Babys lieben sie. 

Ich freue mich, dass ich meine Tipps & Tricks an Dich weitergeben darf! In regelmäßigen Abständen findest Du hier auch Gastbeiträge sowie tolle Videos.

Deine Melanie

Aktualisiert: vor 18 Stunden

Diese Woche stellen wir Euch Cordula Maudrich vor – Gründerin von happy kids interior und zweifache Mama. Cordula machte in ihrer zweiten Elternzeit ihre Leidenschaft zum Beruf und gestaltet nun Kinderzimmer für Familien – komplett ortsunabhängig, mit viel Herz und zudem budgetfreundlich.


Wie sieht für dich das perfekte Kinderzimmer aus?

Ich glaube das EINE perfekte Kinderzimmer gibt es nicht. Jedes Kind ist anders und hat andere Vorlieben und Interessen. Deshalb ist es für mich ein perfektes Kinderzimmer, wenn es genau diese Vorlieben und Interessen aufgreift und erfüllt. Das ist das Allerwichtigste. Am Ende ist das bei uns Erwachsenen doch genau so. Wir fühlen uns wohl, wenn die Wohnung unseren Bedürfnissen und unserem Geschmack entspricht – bei Kindern ist das nicht anders.

Hat ein Kind besonders viel Energie, bietet es sich vielleicht an, mehr Platz zum Spielen und Toben einzuplanen während eine kleine Leseratte lieber eine schöne Kuschelecke bekommt.

Auch bei der Gestaltung ist es schön, individuell auf das Kind einzugehen. Natürlich muss es keine Rosa-Einhorn-Glitzerhöhle sein, aber wenn das Kind Einhörner liebt, kann man eine Themenwelt rund um Einhörner, Regenbögen und Pastellfarben planen. Am besten so, dass es nicht zu aufdringlich ist.


Sinnvoll finde ich immer eine Einteilung in Zonen - schlafen/kuscheln/lesen, malen/lernen und spielen/toben. Als Raumtrenner können Möbel fungieren, aber auch ein Teppich oder die Farbgestaltung. So bekommt das Zimmer etwas Struktur. Und noch ein wichtiger Punkt: das Kind sollte sich so eigenständig wie möglich in seinem/ihrem Zimmer bewegen können.


Hast Du Tipps, wie wir Kinderzimmer nachhaltig und umweltbewusst einrichten können?

Das ist eine sehr gute Frage und für mich gibt es hier verschiedene Ansatzpunkte.

Zum einen ist es immer mein Ziel, ein Kinderzimmer mitwachsend einzurichten. Raus aus dem Hamsterrad, alle paar Monate etwas neues kaufen zu müssen, weil das Spielzeug überhand nimmt, ein Schreibtisch her muss oder Superhelden plötzlich out sind. Möbel und Deko sollten also am besten so ausgewählt werden, dass man mindestens die nächsten drei Jahre im Blick hat.

Bei der Herstellung der Möbel gibt es natürlich große Unterschiede und hier lohnt sich vor dem Kauf etwas Recherche. Stammt das Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, werden heimische Hölzer verwendet, wie sind die Produktionsbedingungen und welche Farben werden verwendet? Bei Herstellern, denen diese Punkte wichtig sind, findet man alle Infos auf deren Website.

Natürlich sind etwas hochwertigere Möbel eine Geldfrage. Aber ich finde, man kann hier auch wunderbar auf gebrauchte Produkte zurückgreifen. Gute Kindermöbel halten viele Jahre und auch mehr als ein Kind aus. Es muss nicht immer neu sein.


Holzspielzeug ist natürlich prima, aber auch Plastik hat seine Berechtigung. Die Legosteine meiner Kinder haben zum Beispiel früher mir gehört und sie sind immer noch so gut erhalten, dass sie sogar noch eine Generation weitergegeben werden können. Und auch hier: Gebrauchtes Spielzeug spart nicht nur Geld sondern ist auch gut für die Umweltbilanz.


Wie schafft man es ein sicheres Umfeld zu gestalten, in der die Mami Ihre Kleinkinder 5 Minuten aus den Augen lassen kann?

Das Kinderzimmer auch kindersicher zu machen, ist natürlich extrem wichtig. Dazu gehören zunächst die „Standard-Maßnahmen“: Steckdosen mit einer Kindersicherung versehen, Kabel und hängenden Schnüre für das Kleinkind unzugänglich machen, hohe Regale/Schränke/Kommoden an der Wand befestigen damit sie bei Kletteraktionen nicht auf das Kind stürzen können, evtl. ein Klemmschutz für die Tür und/oder ein Gitter. Diese Sicherheitsmaßnahmen sollten natürlich in allen Räumen durchgeführt werden in denen sich das Kleinkind auch einmal alleine bewegt. Bei uns gibt es zum Beispiel bis heute keine echten Kerzen. Wobei das aber auch immer etwas auf das Kind ankommt. Einige interessieren sich zum Beispiel überhaupt nicht für zerbrechliche Deko während andere jedes Regal in ihrer Reichweite ausräumen.


Neben dem Sicherheitsaspekt gibt es für mich im Kleinkind-Kinderzimmer aber noch einen ganz wichtigen Punkt: Das Kind muss sich dort allein und selbstbestimmt bewegen und das Spielzeug erreichen können – sonst ist man als Mutter ständig gefragt. Am besten richten Eltern das Zimmer so ein, dass es kein „Nein, geh da nicht ran“ gibt.  



Würdest Du sagen, dass das richtige Bett eine Rolle bei der Schlafqualität von Kleinkindern spielt? Hast Du vielleicht altersgerechte Empfehlungen für uns? 

Ich wünschte ich könnte euch hier DIE Lösung für den perfekten Schlaf präsentieren. Leider waren meine Kinder beide auch keine Musterschläfer und ich denke, das Thema Schlaf ist sehr individuell. Aber ein paar Tipps, wie man den Schlafbereich schön herrichtet, habe ich natürlich.


Wichtig ist, dass die Kinder sich in ihrem Bett geborgen fühlen, das gilt insbesondere für Kleinkinder. Stellt das Bett in eine Ecke oder eine Nische, dann ist es schon einmal von zwei Seiten begrenzt. Ein Baldachin oder Betthimmel schafft eine zusätzliche Begrenzung von oben – das mögen die meisten Kinder  sehr gerne (Achtung, bitte nicht für Babies). Alternativ ist auch ein Haus- oder Tipibett schön. Dazu gehört dann natürlich noch eine kuschelige Bettwäsche und gemütliche Beleuchtung. Das Ziel ist, dass die Kinder ihr Bett lieben und sich hier gerne aufhalten.


Bei einer meiner Kundinnen haben wir es genau so gemacht. Da ein Baby auf dem Weg war, sollte der große Bruder bis zur Geburt lernen im eigenen Bett zu schlafen. Er hat ein tolles Hausbett bekommen mit schöner Beleuchtung und gemütlicher Dinobettwäsche – denn er ist ein kleiner Dinofan. Und tatsächlich liebt er sein neues großes Bett. Mit Einschlafbegleitung schläft er dort nun ganz allein.




Was haben Kinder im Alter von 3-6 Jahren am liebsten in Ihrem Kinderzimmer?

In diesem Alter zieht meist das erste „große“ Bett im Kinderzimmer ein – das lieben die Kids natürlich. Oft ist es ein Haus-/Tipibett oder sogar ein Hochbett. Letzteres wünschen sich die meisten Kinder in dem Alter, wobei Hochbetten offiziell erst ab 6 Jahren empfohlen werden (wir hatten auch schon früher eins, ich finde immer die Eltern können das am besten einschätzen).

Ein Kindertisch zum Basteln und Malen findet sich auch in fast jeden Kinderzimmer und ganz oft auch eine Kuschelecke. Wobei es auch wilde Zeitgenossen gibt bei denen sich die Eltern dann lieber für eine Tobeecke entscheiden. Das geht übrigens auch in kleinen Zimmern – eine Sprossenwand oder ein Boxsack nehmen nicht viel Platz weg.


Thematisch und farblich sind die Zimmer natürlich sehr individuell. Wobei ich schon eine Tendenz zu den „klassischen“ Interessen feststelle: Mädchen lieben rosa, Einhörner und Regenbögen, Jungs wünschen sich Dinos, Superhelden oder Weltraum. Aber ich habe auch schon blaue Mädchenzimmer eingerichtet – erlaubt ist, was gefällt und das ist immer individuell. Das ist auch das Schöne an meiner Arbeit – kein Zimmer ist gleich.



Es gibt so viele tolle Kinderlabels, und vor allem die Kleineren, die von Müttern wie uns mit viel Liebe gegründet wurden. Kannst Du uns paar Labels nennen denen wir unbedingt folgen sollten?

Über diese Frage freue ich mich sehr, denn tatsächlich plane ich bei meinen Kunden gerne Produkte von kleinen Labels – gerne auch von Müttern geführten – ein.


Bei Fuer die Kleinen und Buntfleck findet ihr zum Beispiel wunderschöne Poster fürs Kinderzimmer. Hello Mini hat tolle Lampen, Wachs Hinaus zauberhafte Messlatten, Pommes und Porridge (dahinter verbirgt sich ein Papa, das finde ich auch ganz toll) produziert wunderbare Holzdeko, minividuals hat zauberhafte (maschinenwaschbare) Teppiche und Kissen im Angebot, und roomoon hat die schönsten Rausfallschutze, die ich kenne. Ich finde man merkt bei kleinen Labels immer die Leidenschaft und Liebe, die dahinter stecken. Jedes Label hat seine eigene Geschichte und ist deshalb etwas Besonderes. Und oft ist auch eine Personalisierung der Produkte möglich, das macht ein Kinderzimmer dann gleich noch einmal viel individueller.



Was sind die momentanen Kinderzimmer Trends?

Generell orientieren sich die Trends im Kinderzimmer an den allgemeinen Einrichtungstrends – natürlich mit einigen Besonderheiten. In den vergangenen Jahren waren viele farblich neutrale Kinderzimmer zu sehen. Helle Farben und eine Einrichtung „Ton in Ton“ waren sehr verbreitet. Ich finde, das dreht sich langsam. Es ziehen wieder vermehrt kräftige Farben im Kinderzimmer ein, wobei es nicht komplett bunt wird. Ein oder zwei passende Farben werden in verschiedenen Nuancen immer wieder im Zimmer aufgegriffen – so bleibt die Gestaltung harmonisch.


Auch der Boho-Stil erfreut sich im Kinderzimmer wachsender Beliebtheit. Die Möbel sind gerne aus Rattan oder Flechtwerk, warme und erdige Töne bilden die Grundlage. Dazu kombiniert werden knallige Farben und  Textilien mit Ethnomustern.


Im letzten Jahr waren Herbstfarben wie warme Brauntöne, leicht erdiges Grün, bräunliches Dunkelrot und gedämpftes Blau überall zu sehen, das setzt sich auch in diesem Jahr fort. Wobei gerade im Kinderzimmer auch immer sehr viel in Pastellfarben zu finden sind.


Thematisch ist die Bandbreite sehr groß. Einhörner und Regenbögen sind nach wie vor ein großer Trend. Aber auch Waldtiere und Blätter sieht man oft – dies passt natürlich auch sehr gut zu dem herbstlichen Farbtrend.


Und am Ende ist eigentlich nur eines wichtig: Das Kinderzimmer muss dem Kind (und den Eltern) gefallen und dessen individuelle Vorlieben aufgreifen.


Hast Du Lust auf ein neues Kinderzimmer Design bekommen? Auf ihrer Webseite bietet Cordula einen kostenlosen Minikurs + Workbook ''in 5 Schritten zum Traum Kinderzimmer'' an. Du kannst Sie über Instagram oder die Webseite kontaktieren.



Aktualisiert: Aug 25

Wir haben Didi Porat das erste mal getroffen als wir uns für unsere eigene Schwangerschaft vorbereitet haben. Bei ihrem Kurs für Schwangerschaftsyoga wurden wir direkt von Ihrer positiven Energie verzaubert. Didi ist ursprünglich aus Tel Aviv und ist heute eine zertifizierte Yogalehrerin für Ashtanga-Vinyasa, Acroyoga, Kinder Yoga, Schwangerschafts- und Postnatales Yoga. Wenn sie mal nicht in ihrem eigenen Studio in Barcelona unterrichtet, leitet sie Workshops - privat und auf Festivals – in Ländern wie Indien, Israel, Deutschland und Spanien. 



Ich hab deine Schwangerschaftsyoga Kurse geliebt. Sie haben mich sowohl körperlich als auch emotional unheimlich gestärkt.  Kannst Du uns sagen was für Vorteile Schwangerschaftsyoga hat für werdende Mütter?


Schwangerschaftsyoga ist wirklich eines der besten Dinge, die man für sich selbst tun kann in Vorbereitung auf die Geburt. Körperlich hält es deinen Körper fit und stark. Emotional gibt es dir positive Energie und die Kraft dich auf das Wichtigste zu konzentrieren. Du wirst bewusster den Zauber innerhalb deines Körpers spüren sowie die Bindung zu deinem Baby.  Bei der Geburt selbst fühlst Du Dich selbstbewusster bei den Atemübungen und es gibt Dir eine mentale Stärke – eine perfekte Basis um auch wieder nach der Geburt zu Deinem Körper zu finden.


Du triffst so viele werdende Mamas während deiner Kurse und lernst Ihre Sorgen kennen. Gibt es eine typische Sorge, die man deiner Meinung nach mit Yoga und Meditation bekämpfen kann? 


Definitiv die Geburt! Besonders wenn es das erste Kind ist oder die Person eine schwierige Erfahrung bereits hinter sich hatte, kann Yoga wirklich helfen dich auf das Positive zu fokussieren – Dich zu erinnern das dein Körper weiss was es zu tun hat. Dein Körper weiss wie es deinem Kind den Weg ebnet. Pränatales Yoga kann auch helfen Stress zu reduzieren oder gar zu eliminieren, und kann dir helfen die Geburt bewusster zu erleben.


Du hast mal gesagt das bestimmte Yogasequenzen helfen können Emotionen loszulassen und uns helfen bei der Beziehung mit uns selber und der Welt um uns herum.  Kannst Du das näher erläutern?


Hüftöffner sind ein sehr gutes Beispiel: Wir öffnen unser grösstes Gelenk in unserem Körper, welches unheimlich viele Informationen und Emotionen enthält. Wenn der Kopf und das Herz bereits losgelassen haben, haben wir manchmal noch immer Energien in unserem Körper, die freigesetzt werden müssen.  Diese speziellen Asanas helfen uns dabei, und verbessern wie wir die Welt um uns herum sehen.  


Deine zwei kleinen Töchter sind mit Yoga aufgewachsen. Kannst Du mit uns ein paar einfache und schöne Übungen teilen, die wir mit unseren Kindern zuhause nachmachen können? 


Yoga mit Kindern macht richtig viel Spass! Auf meiner Website und meinem instagram account @didi_yoga kannst Du alle moeglichen Videos finden, die du zuhause nachmachen kannst. 


Ein kleiner Tip: Wir müssen uns daran erinnern, dass für die Kleinen eine kurze Sequenz von 10 bis 20 Minuten bereits mehr als genug ist. Ich rate immer mit der einfachen Version des Sonnengrusses zu beginnen, dann den herabschauenden Hund, die Katzenkuhhaltung, die Schmetterlingspose und allgemein einfach alles das an ein Tier erinnert.  Über diesen Link findet ihr ein kurzes Yogavideo mit meiner 4-jährigen Tochter.


Mehr über Didi findet ihr auf ihrer Webseite didiyoga.net.

Aktualisiert: Aug 14

Stephanie Johne - Doula, Female Health Mentor, Autorin von @milk.and.mother und Mama


Nach der Geburt ihres Sohnes beschließt Stephanie kurzerhand eine Ausbildung zur Doula zu machen. Neben dem österreichischen Doula Training bei Angelika Rodler und der DONA-Ausbildung bei Debra Pascali-Bonnaro, ist sie außerdem Kundalini Yoga Doula, hat das Postpartum Training bei Kimberly Ann Johnson absolviert und eine Vaginal Steaming Facilitator- und Ayurveda-Kochausbildung gemacht. Neben ihrer Leidenschaft für Geburt und Frauengesundheit arbeitet Stephanie auch als Journalistin und Autorin und hat 2020 das Wellness-Label Joni Joni gegründet.



Liebe Stephanie, woher kam bei Dir der Wunsch, Doula zu werden? Nach der Schwangerschaft mit meinem Sohn habe ich erkannt, wie viel in unserem System falsch läuft und wollte gerne etwas dazu beitragen, das langfristig zu ändern. Meine Berufung ist das Schreiben, das lag also nahe. Bereits in der Schwangerschaft habe ich deshalb u.a. für Refinery29 viel auf Missstände hingewiesen. Nach der Geburt habe ich dann aber gemerkt, dass mir das nicht reicht. Ich wollte an vorderster Front stehen und Frauen darin bestärken, die richtigen Fragen zu stellen, um für sich und ihre Familien die richtigen Entscheidungen treffen zu können.


Man kennt Dich auch unter ‘Warrior Woman’. Was bedeutet der Name fuer Dich?

Ich selbst habe unter der Geburt meines Sohnes erlebt, wie kraftvoll eine Geburtserfahrung ist. Ich wurde vom Krankenhauspersonal zwar nicht so behandelt, habe mich aber gefühlt wie eine Kriegerin. Auch Wochen nach der Geburt konnte mir das niemand nehmen – der traumatischen Erfahrungen, die ich machen musste. Am Ende waren es die mir vertrauten Menschen, die es geschafft haben, mir bei der Geburt „den Raum zu halten“ und mich vor größeren seelischen Schäden zu bewahren. Im Wochenbett habe ich dann das Buch von Maxine Hong Kingston „The Woman Warrior“ gelesen, wo es viel um das kulturelle Erbe der chinesischen Community in den USA geht, aber auch allgemein um unsere Rolle als Frauen in der Gesellschaft und Geheimnisse, die wir als Frauen in uns tragen. Dieses Geheimnis ist für mich die Fähigkeit, Kinder zu bekommen – ganz gleich, ob wir uns als Frauen dafür entscheiden oder nicht. Ich wusste sofort, dass das der Name für mein Doula-Business sein wird, weil es mir eine Herzensangelegenheit ist, Frauen ihre Kraft zu bringen.

Wie wird man eine Doula? Welche Vorkenntnisse braucht man?

Früher war es mal Voraussetzung, dass man selbst Mama ist, um eine Doula-Ausbildung machen zu können. Diese Bedingung stellen nur noch wenige Organisationen. Das Angebot wird mittlerweile immer größer, selbst im deutschsprachigen Raum findet man mittlerweile mehr als nur eine Ausbildung. Ich empfehle von Herzen die Ausbildung in der österreichischen Steiermark bei Angelika Rodler. Die ist unfassbar transformierend und sehr vielseitig. International gesehen ist DONA sicher das älteste und beste Flaggschiff. Das Training in Österreich bietet aber beispielsweise die Option, bei beiden Organisationen zu zertifizieren, was super ist. Wer in Deutschland ist, tut aber sicher gut daran, sich eine Ausbildung vor Ort zu suchen – die regionalen Gegebenheiten sind so unterschiedlich und es ist wichtig, diese zu kennen, um in dem Beruf weiterzukommen und etwas zu verändern.


Hast Du Tipps für unsere Leser wie man die richtige Doula findet? Worauf sollte man achten?

Eine Doula ist so etwas wie eine Freundin auf Zeit – daraus entwächst bis zur Geburt oft eine sehr innige, intime Beziehung. Das wichtigste ist also, dass es zwischenmenschlich passt. Ansonsten würde ich mir sehr genau überlegen, was ich mir von der Doulabegleitung wünsche. Viele Doulas bieten ein breites Zusatzangebot an – gerade in den Bereichen Ernährung in der Schwangerschaft und im Wochenbett, Yoga, Meditation, Kräuterkunde, Massagen. Wer also sehr ganzheitlich in der gesamten Zeit der Schwangerschaft betreut werden will, sollte das vielleicht vorab definieren und auch danach suchen. Ich möchte an der Stelle aber noch einmal ganz klar stellen, dass eine Doula zu keinem Zeitpunkt ein Ersatz für eine Hebamme ist. Wir arbeiten nur ergänzend zu dieser und sprechen uns bestenfalls mit dieser ab.


Du begleitest Mütter nicht nur vor und während der Geburt sondern auch beim Wochenbett - eine Zeit die oft benachteiligt wird. Wie sieht in Deinen Augen die optimale Wochenbettzeit aus?

Das optimale Wochenbett ist geprägt von ganz viel Ruhe – am besten in den ersten zwei Wochen ganz ohne unnötigen Besuch, dafür mit drei frisch gekochten, wärmenden Mahlzeiten am Tag, einer liebevoll umsorgten Mama, einem Papa, der nicht plötzlich den ganzen Haushalt alleine schmeißen muss, sondern ebenfalls Zeit hat, in seine neue Rolle zu wachsen und ein ausgiebiges Wellness- und Kuschelprogramm. Ich weiß, dass das für für manche Mamas jetzt völlig utopisch klingt, mit der richtigen Planung ist das aber möglich und muss kein Luxus sein. Mein Buch „Milk & Mother“, das im Herbst 2020 erscheint, handelt davon, wie wir wieder lernen, diese Zeit mehr als das zu zelebrieren, was es ist: Eine Zeit des Rückzugs!


Was sind die häufigsten Probleme die nach einer Geburt aufkommen können? Womit kämpfen die meisten Eltern nachdem sie ihr Neugeborenes nach Hause bringen? Das ist so pauschal gar nicht so leicht zu beantworten. Am Kräfte zehrendsten ist aber ganz klar die Lebensumstellung. Die frisch gebackene Mama kümmert sich plötzlich 24/7 um ein kleines Menschlein, das voll und ganz auf sie angewiesen ist. Gleichzeitig braucht sie selbst aber noch ganz viel Fürsorge, weil ihr Körper gerade eine echte Meisterleistung vollbracht hat und das vierte Trimester ein wichtiger Bestandteil der Schwangerschaft ist. Oft hängt dann alles an den en frisch gebackenen Papas, die dann schnell ausbrennen. Das wiederum belastet eine Beziehung. Wenn beide in dieser Zeit nicht gut genährt und umsorgt sind, um die schlaflosen Nächte, die fehlende Zeit füreinander und sich selbst wett zu machen, dann kann diese Zeit unfassbar herausfordernd sein. Was schade ist, weil Vieles davon gut geplant vermeidbar wäre. Wir haben noch immer einen rasanten Anstieg an Wochenbettdepressionen, die sicher nicht in allen Fällen, wohl aber in den meisten vermeidbar wären, wenn unsere Kultur diese Zeit endlich wieder als heilig ansehen würde.

Als Doula begleitet man die wunderschönsten Momente einer Familie. Was war bisher Dein absoluter Lieblingsmoment während einer Geburt?

Ohje, das kann ich nicht (mehr) auf einen Moment herunter brechen, dazu habe ich schon zu viele Geburten begleiten dürfen. Ich muss ehrlich gesagt jedes Mal weinen, wenn das Baby dann da ist. Ich bin von Herzen dankbar, dass alle Geburten bis dato wirklich unkompliziert und schön waren, berührend sind aber immer die Hausgeburten, bei denen das Baby manchmal plötzlich einfach so – mir nichts dir nichts – plötzlich da ist. Es ist bewegend zu sehen, wie intuitiv Frauen handeln, wenn ihnen der Raum dafür gegeben wird und wie sehr sie eigentlich nichts brauchen – außer ein Team, das an sie glaubt.


Ihr findet mehr über Stephanie auf ihrer Webseite www.warrior-woman.net oder über instagram unter @_warriorwoman.


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