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DESIGN DEIN TRAUM-KINDERZIMMER

Aktualisiert: Okt 21

Diese Woche stellen wir Euch Cordula Maudrich vor – Gründerin von happy kids interior und zweifache Mama. Cordula machte in ihrer zweiten Elternzeit ihre Leidenschaft zum Beruf und gestaltet nun Kinderzimmer für Familien – komplett ortsunabhängig, mit viel Herz und zudem budgetfreundlich.


Wie sieht für dich das perfekte Kinderzimmer aus?

Ich glaube das EINE perfekte Kinderzimmer gibt es nicht. Jedes Kind ist anders und hat andere Vorlieben und Interessen. Deshalb ist es für mich ein perfektes Kinderzimmer, wenn es genau diese Vorlieben und Interessen aufgreift und erfüllt. Das ist das Allerwichtigste. Am Ende ist das bei uns Erwachsenen doch genau so. Wir fühlen uns wohl, wenn die Wohnung unseren Bedürfnissen und unserem Geschmack entspricht – bei Kindern ist das nicht anders.

Hat ein Kind besonders viel Energie, bietet es sich vielleicht an, mehr Platz zum Spielen und Toben einzuplanen während eine kleine Leseratte lieber eine schöne Kuschelecke bekommt.

Auch bei der Gestaltung ist es schön, individuell auf das Kind einzugehen. Natürlich muss es keine Rosa-Einhorn-Glitzerhöhle sein, aber wenn das Kind Einhörner liebt, kann man eine Themenwelt rund um Einhörner, Regenbögen und Pastellfarben planen. Am besten so, dass es nicht zu aufdringlich ist.


Sinnvoll finde ich immer eine Einteilung in Zonen - schlafen/kuscheln/lesen, malen/lernen und spielen/toben. Als Raumtrenner können Möbel fungieren, aber auch ein Teppich oder die Farbgestaltung. So bekommt das Zimmer etwas Struktur. Und noch ein wichtiger Punkt: das Kind sollte sich so eigenständig wie möglich in seinem/ihrem Zimmer bewegen können.


Hast Du Tipps, wie wir Kinderzimmer nachhaltig und umweltbewusst einrichten können?

Das ist eine sehr gute Frage und für mich gibt es hier verschiedene Ansatzpunkte.

Zum einen ist es immer mein Ziel, ein Kinderzimmer mitwachsend einzurichten. Raus aus dem Hamsterrad, alle paar Monate etwas neues kaufen zu müssen, weil das Spielzeug überhand nimmt, ein Schreibtisch her muss oder Superhelden plötzlich out sind. Möbel und Deko sollten also am besten so ausgewählt werden, dass man mindestens die nächsten drei Jahre im Blick hat.

Bei der Herstellung der Möbel gibt es natürlich große Unterschiede und hier lohnt sich vor dem Kauf etwas Recherche. Stammt das Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, werden heimische Hölzer verwendet, wie sind die Produktionsbedingungen und welche Farben werden verwendet? Bei Herstellern, denen diese Punkte wichtig sind, findet man alle Infos auf deren Website.

Natürlich sind etwas hochwertigere Möbel eine Geldfrage. Aber ich finde, man kann hier auch wunderbar auf gebrauchte Produkte zurückgreifen. Gute Kindermöbel halten viele Jahre und auch mehr als ein Kind aus. Es muss nicht immer neu sein.


Holzspielzeug ist natürlich prima, aber auch Plastik hat seine Berechtigung. Die Legosteine meiner Kinder haben zum Beispiel früher mir gehört und sie sind immer noch so gut erhalten, dass sie sogar noch eine Generation weitergegeben werden können. Und auch hier: Gebrauchtes Spielzeug spart nicht nur Geld sondern ist auch gut für die Umweltbilanz.


Wie schafft man es ein sicheres Umfeld zu gestalten, in der die Mami Ihre Kleinkinder 5 Minuten aus den Augen lassen kann?

Das Kinderzimmer auch kindersicher zu machen, ist natürlich extrem wichtig. Dazu gehören zunächst die „Standard-Maßnahmen“: Steckdosen mit einer Kindersicherung versehen, Kabel und hängenden Schnüre für das Kleinkind unzugänglich machen, hohe Regale/Schränke/Kommoden an der Wand befestigen damit sie bei Kletteraktionen nicht auf das Kind stürzen können, evtl. ein Klemmschutz für die Tür und/oder ein Gitter. Diese Sicherheitsmaßnahmen sollten natürlich in allen Räumen durchgeführt werden in denen sich das Kleinkind auch einmal alleine bewegt. Bei uns gibt es zum Beispiel bis heute keine echten Kerzen. Wobei das aber auch immer etwas auf das Kind ankommt. Einige interessieren sich zum Beispiel überhaupt nicht für zerbrechliche Deko während andere jedes Regal in ihrer Reichweite ausräumen.


Neben dem Sicherheitsaspekt gibt es für mich im Kleinkind-Kinderzimmer aber noch einen ganz wichtigen Punkt: Das Kind muss sich dort allein und selbstbestimmt bewegen und das Spielzeug erreichen können – sonst ist man als Mutter ständig gefragt. Am besten richten Eltern das Zimmer so ein, dass es kein „Nein, geh da nicht ran“ gibt.  



Würdest Du sagen, dass das richtige Bett eine Rolle bei der Schlafqualität von Kleinkindern spielt? Hast Du vielleicht altersgerechte Empfehlungen für uns? 

Ich wünschte ich könnte euch hier DIE Lösung für den perfekten Schlaf präsentieren. Leider waren meine Kinder beide auch keine Musterschläfer und ich denke, das Thema Schlaf ist sehr individuell. Aber ein paar Tipps, wie man den Schlafbereich schön herrichtet, habe ich natürlich.


Wichtig ist, dass die Kinder sich in ihrem Bett geborgen fühlen, das gilt insbesondere für Kleinkinder. Stellt das Bett in eine Ecke oder eine Nische, dann ist es schon einmal von zwei Seiten begrenzt. Ein Baldachin oder Betthimmel schafft eine zusätzliche Begrenzung von oben – das mögen die meisten Kinder  sehr gerne (Achtung, bitte nicht für Babies). Alternativ ist auch ein Haus- oder Tipibett schön. Dazu gehört dann natürlich noch eine kuschelige Bettwäsche und gemütliche Beleuchtung. Das Ziel ist, dass die Kinder ihr Bett lieben und sich hier gerne aufhalten.


Bei einer meiner Kundinnen haben wir es genau so gemacht. Da ein Baby auf dem Weg war, sollte der große Bruder bis zur Geburt lernen im eigenen Bett zu schlafen. Er hat ein tolles Hausbett bekommen mit schöner Beleuchtung und gemütlicher Dinobettwäsche – denn er ist ein kleiner Dinofan. Und tatsächlich liebt er sein neues großes Bett. Mit Einschlafbegleitung schläft er dort nun ganz allein.




Was haben Kinder im Alter von 3-6 Jahren am liebsten in Ihrem Kinderzimmer?

In diesem Alter zieht meist das erste „große“ Bett im Kinderzimmer ein – das lieben die Kids natürlich. Oft ist es ein Haus-/Tipibett oder sogar ein Hochbett. Letzteres wünschen sich die meisten Kinder in dem Alter, wobei Hochbetten offiziell erst ab 6 Jahren empfohlen werden (wir hatten auch schon früher eins, ich finde immer die Eltern können das am besten einschätzen).

Ein Kindertisch zum Basteln und Malen findet sich auch in fast jeden Kinderzimmer und ganz oft auch eine Kuschelecke. Wobei es auch wilde Zeitgenossen gibt bei denen sich die Eltern dann lieber für eine Tobeecke entscheiden. Das geht übrigens auch in kleinen Zimmern – eine Sprossenwand oder ein Boxsack nehmen nicht viel Platz weg.


Thematisch und farblich sind die Zimmer natürlich sehr individuell. Wobei ich schon eine Tendenz zu den „klassischen“ Interessen feststelle: Mädchen lieben rosa, Einhörner und Regenbögen, Jungs wünschen sich Dinos, Superhelden oder Weltraum. Aber ich habe auch schon blaue Mädchenzimmer eingerichtet – erlaubt ist, was gefällt und das ist immer individuell. Das ist auch das Schöne an meiner Arbeit – kein Zimmer ist gleich.



Es gibt so viele tolle Kinderlabels, und vor allem die Kleineren, die von Müttern wie uns mit viel Liebe gegründet wurden. Kannst Du uns paar Labels nennen denen wir unbedingt folgen sollten?

Über diese Frage freue ich mich sehr, denn tatsächlich plane ich bei meinen Kunden gerne Produkte von kleinen Labels – gerne auch von Müttern geführten – ein.


Bei Fuer die Kleinen und Buntfleck findet ihr zum Beispiel wunderschöne Poster fürs Kinderzimmer. Hello Mini hat tolle Lampen, Wachs Hinaus zauberhafte Messlatten, Pommes und Porridge (dahinter verbirgt sich ein Papa, das finde ich auch ganz toll) produziert wunderbare Holzdeko, minividuals hat zauberhafte (maschinenwaschbare) Teppiche und Kissen im Angebot, und roomoon hat die schönsten Rausfallschutze, die ich kenne. Ich finde man merkt bei kleinen Labels immer die Leidenschaft und Liebe, die dahinter stecken. Jedes Label hat seine eigene Geschichte und ist deshalb etwas Besonderes. Und oft ist auch eine Personalisierung der Produkte möglich, das macht ein Kinderzimmer dann gleich noch einmal viel individueller.



Was sind die momentanen Kinderzimmer Trends?

Generell orientieren sich die Trends im Kinderzimmer an den allgemeinen Einrichtungstrends – natürlich mit einigen Besonderheiten. In den vergangenen Jahren waren viele farblich neutrale Kinderzimmer zu sehen. Helle Farben und eine Einrichtung „Ton in Ton“ waren sehr verbreitet. Ich finde, das dreht sich langsam. Es ziehen wieder vermehrt kräftige Farben im Kinderzimmer ein, wobei es nicht komplett bunt wird. Ein oder zwei passende Farben werden in verschiedenen Nuancen immer wieder im Zimmer aufgegriffen – so bleibt die Gestaltung harmonisch.


Auch der Boho-Stil erfreut sich im Kinderzimmer wachsender Beliebtheit. Die Möbel sind gerne aus Rattan oder Flechtwerk, warme und erdige Töne bilden die Grundlage. Dazu kombiniert werden knallige Farben und  Textilien mit Ethnomustern.


Im letzten Jahr waren Herbstfarben wie warme Brauntöne, leicht erdiges Grün, bräunliches Dunkelrot und gedämpftes Blau überall zu sehen, das setzt sich auch in diesem Jahr fort. Wobei gerade im Kinderzimmer auch immer sehr viel in Pastellfarben zu finden sind.


Thematisch ist die Bandbreite sehr groß. Einhörner und Regenbögen sind nach wie vor ein großer Trend. Aber auch Waldtiere und Blätter sieht man oft – dies passt natürlich auch sehr gut zu dem herbstlichen Farbtrend.


Und am Ende ist eigentlich nur eines wichtig: Das Kinderzimmer muss dem Kind (und den Eltern) gefallen und dessen individuelle Vorlieben aufgreifen.


Hast Du Lust auf ein neues Kinderzimmer Design bekommen? Auf ihrer Webseite bietet Cordula einen kostenlosen Minikurs + Workbook ''in 5 Schritten zum Traum Kinderzimmer'' an. Du kannst Sie über Instagram oder die Webseite kontaktieren.



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